SBZ P 8 - Varianten mit Bogenzählnummer
Wie schon geschrieben, wurden die Ganzsachen in Bögen zu 25 Stück gedruckt.
Auf dem Bogenrand unter dem Feld 21 befindet sich eine Bogenzählnummer bzw. Paginiernummer. Es sind einige Karten erhalten, bei denen der Bogenrand nicht oder unvollständig abgeschnitten wurde, so dass der Abdruck der Bogenzählnummer zumindest teilweise erhalten blieb und hilfreich bei der Bestimmung des Druckbogens sein kann.
Die verschiedenen Varianten deuten auch hier darauf hin, dass es 2 Druckformen der P 8 gegeben hat.
Die erste Variante weist folgende Merkmale auf:
- Der Wertstempel ist vom Typ D2a.
- Der Wertstempel endet oben einen knappen Millimeter über der gedachten Verlängerung der obersten Absenderlinie.
- Die senkrechte Trennlinie endet etwa einen Millimeter über dem P von Postkarte.

Die zweite Variante weist folgende Merkmale auf:
- Der Wertstempel ist vom Typ B1.
- Der Wertstempel endet oben einen knappen Millimeter unter der gedachten Verlängerung der obersten Absenderlinie.
- Die senkrechte Trennlinie endet etwa 2 Millimeter über dem P von Postkarte.

Die dritte Variante weist folgende Merkmale auf:
- Der Wertstempel ist vom Typ Ac.
- Der Wertstempel endet oben einen knappen Millimeter über der gedachten Verlängerung der obersten Absenderlinie.
- Der senkrechte Trennstrich endet etwa 2 Millimeter über dem P von Postkarte.

Man könnte auf die Idee kommen, dass beim Druck das Klischee des Wertstempels beschädigt und gegen eines von einem anderen Typ ausgetauscht wurde.
Das erklärt aber nicht, wieso bei der ersten Variante die Trennlinie oben kürzer ist.
Wie schon bei den Varianten der Klischeenägel ist auch hier die naheliegendste Erklärung, dass es verschiedene Druckformen für die Ganzsachenbögen gegeben hat.